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Kochkisten aus Friedrichstal in Frankfurter Museum

Kochkunst und Esskultur sind seit Beginn der Menschheit untrennbar mit sämtlichen Bereichen unseres sozialen Lebens verbunden. Der Verein „Deutsche Tafelkultur“ greift dieses faszinierende Thema auf und hat in Frankfurt ein „Museum für Kochkunst und Tafelkultur“ eröffnet, das mit zahlreichen Sammlungsobjekten und Leihgaben – unter anderem die Friedrichstaler Kochkisten – einen Einblick in diese Materie vermittelt.

Kochkisten – Sparsam kochen

Das Themenfeld „Sparsam kochen“ zeigt Erfindungen rund ums Kochen, um Zeit, Energie und Geld zu sparen. Die beiden, für einige Monate an das neue Museum ausgeliehenen, Kochkisten aus Friedrichstaler Bestand können dies bestens veranschaulichen.

Sie bestehen aus einer hölzernen Kiste mit Deckel. Innen sind sie mit isolierendem Material (Stroh, Holzwolle oder Rosshaar) in textiler Umhüllung ausgekleidet. Eine oder zwei Aussparungen in der Mitte bieten passgenau Platz für einen Topf mit Deckel. Das kleinere Exemplar wird in der, leider nur in Fragmenten erhaltenen, aufgeklebten Gebrauchsanweisung als „Kriegskochkiste“ beschrieben.

Sie wurde im 1. Weltkrieg genutzt und war in Zeiten des Mangels an Brennstoffen eine sinnvolle Ergänzung der Haus- und Feldküche, da Lebensmittel wie Getreide, Suppen und Kartoffeln nur kurz aufgekocht werden mussten und dann in der Kochkiste ohne weitere Energiezufuhr fertig garen konnten.

Erste industriell gefertigte Kochkisten waren ab ca. 1909 im Handel. Das Foto zeigt eine solche, die von dem 1. Vorstand des Museumsvereins Erich Borell an den Betreuer der Sammlung des Frankfurter Museums, Mikael Horstmann, übergeben wird.

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