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Das Hugenottenkreuz

Das Hugenottenkreuz war unter den französischen Protestanten verbreitet und diente auch als Erkennungszeichen. Kreuze dieser Art wurden schon vor 1688 in Nîmes (Südfrankreich) gefertigt. Das Kreuz- Zeichen für das Opfer Jesu Christi- entspricht in seiner Form in etwa dem Malteserkreuz.

Das Hugenottenkreuz – Herkunft und Bedeutung

Der kreisförmige Mittelpunkt symbolisiert Christus als Zentrum des Glaubens. An den vier Dreiecken der Kreuzarme befinden sich jeweils zwei kleine Kugeln, die sich auf die acht Seligpreisungen der Bibel beziehen. Sie gelten aber auch als wertvolle Perlen, deren Glanz für die Ausstrahlung des Evangeliums in die Welt steht.

Der freie Platz zwischen den Kreuzarmen wird durch vier Lilien (fleur de lis) ausgefüllt, dem Wappen des bourbonischen Hochadels. Diese bekunden die Verbundenheit der Hugenotten mit ihrem Vaterland. Da die vier Blüten jedoch aus jeweils drei Blättern bestehen, symbolisieren sie auch die zwölf Apostel.

Die innen erkennbaren Herzen bedeuten die Liebe Gottes, die in die vier Himmelsrichtungen ausstrahlt.

Das Kreuz wurde bald nach seiner Entstehung um einen Anhänger erweitert. Die herabfliegende Taube ist Symbol des Heiligen Geistes. Der manchmal auch verwendete tropfenförmige Gegenstand wird als Stößel (tisson) zum Zerkleinern von Salz betrachtet, kann aber auch als Träne gesehen werden, um an das Leid in der Verfolgung der Reformierten in Frankreich zu erinnern.

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