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Bericht zur Jahres-Hauptversammlung 2017

Jahreshauptversammlung des Museumsvereins 2017

Gestiegene Besucherzahlen

Von Aktivitäten und Projekten verschiedenster Art und gestiegenen Besucherzahlen wusste der 1. Vorsitzende Erich Borell in seinem Überblick zu berichten. Zusätzlich zu den üblichen Öffnungszeiten konnte das Museum auch am Internationalen Museumstag, am Tag des Offenen Denkmals, am Weihnachtsmarkt und am Kerwesonntag besichtigt werden.

Dieser stand erstmalig unter dem Motto „Auf den Spuren der Hugenotten“. Von geschichtskundigen Mitarbeitern angebotene Führungen im alten Ortsteil um das Museum fanden regen Zuspruch.

Die von Martin Heckmann weiterentwickelte und betreute Homepage und die neue Facebook-Seite wurden gut angenommen, was sich auch in zahlreichen Kontakten und Anfragen zeigte.

Lenin in Friedrichstal

Die Theater- Akteure von „Werkraum Karlsruhe“ konnten für ihr Projekt „Lenin in Stutensee“ nach mehreren Museumsbesuchen auch hilfreiche Unterlagen zum Thema Tabak erhalten. Herr Metzner verwies uns dabei auf weitere Werke Lenins.

Einige davon brachten die Erkenntnis, dass Lenin in mehreren Kapiteln die Dissertation von Moritz Hecht aus Blankenloch zum Thema Landwirtschaft auswertete und dabei häufig Friedrichstal und seinen Tabakbau erwähnte. Für das nun entstandene Theaterprojekt werden von den sachkundigen Mitarbeitern des Museumsvereins weiterhin Ratschläge gegeben und Requisiten für die Aufführungen Anfang August zur Verfügung gestellt.

Thema Tabak im Vordergrund

Der von Ortsvorsteher Lutz Schönthal initiierte und durchgeführte Anbau alter Tabaksorten wurde von Aktiven des Museumsvereins begleitet und dokumentiert. Dazu wurde auch die Tabakausstellung neu eingerichtet. Beisitzer Edgar Herlan ergänzte diese Informationen durch ein chronologisches Protokoll.

Wie Lutz Schönthal ebenfalls darstellte, sind die Reparaturen im Museum in vollem Gang, so dass dadurch die geplante Neugestaltung in verschiedenen Bereichen einen besseren Rahmen erhalten kann. Großen Anklang fanden die beiden Ausgaben der „Heimatblätter“ mit historischen Geschichten, Gedichten und Bildern aus Friedrichstal, welche vom 2. Vorstand Dieter Hengst und seinem Team herausgegeben wurden.

Erfreulicherweise erklärte sich Herbert Scheid bereit, weiterhin bis zu den Neuwahlen nächstes Jahr als Kassier im Amt zu bleiben.

Erstausgabe Heimatblätter erhältlich

Die erste Ausgabe der „Heimatblätter“ liegt nun vor. Sie enthält Lebensberichte, Gedichte und Fotos aus alter Zeit. Anlass dazu war, dass uns in letzter Zeit Biographien und Erlebnisberichte Friedrichstaler Bürger zur Verfügung gestellt wurden.

Von diesen spannenden und aufschlussreichen Einblicken in die Vergangenheit wollten wir (Dieter Hengst, Mitglieder des Vorstands und Klaus Füßler) eine Auswahl in einem ersten Heft- und evtl. folgenden- geschichtlich Interessierten präsentieren. 

Für die Mitglieder des Museumsvereins ist es ein Weihnachtsgeschenk, weitere Exemplare können zum Preis von 2,00 € im Museum oder bei Erich Borell (Tel.: 07249-6075) erworben werden.

„Tabakanbau wie früher“ in der Presse

Das von Ortsvorsteher Lutz Schönthal und vom Museumsverein begleitete Projekt „Tabakanbau wie früher“ zeigt durch das gute Wachstum der Pflanzen schon erste Erfolge. Die BNN schilderte am 12.8. die Entwicklung der Idee und die aktuellen Maßnahmen auf dem mühsamen Weg von der Aussaat bis zur fertigen Zigarre.

Zum Artikel in der BNN geht’s hier

Museumsverein bei Festumzug der 1250-Jahr-Feier Eggenstein

Anlässlich der 1250-Jahr-Feier von Eggenstein fand ein abwechslungsreicher Festumzug statt. Eine Gruppe des Heimatvereins Friedrichstal nahm mit 20 Personen in Kostümen im Stil der Jahrhundertwende daran teil.

Dargestellt wurden unter anderem Kavallerie und Infanterie im „bunten Rock“ und in den Uniformen des 1. Weltkriegs. Auch der Vorstand des Vereins, Erich Borell, war in feldgrauer Ausrüstung dabei.

Außerdem fuhr das von Dieter und Bodo Hengst sorgfältig restaurierte Ford T- Modell von 1920 mit- begleitet von Damen in zeitgenössischen Kleidern einschließlich einer Krankenschwester in Originaltracht.

1250-Jahr-Feier Eggenstein: Ford T-Modell von 1920
Ford T-Modell von 1920

Hinweis: Das Ortssippenbuch von Siegbert Funk ist während der Öffnungszeiten des Museums dort erhältlich.

Bericht Internationaler Museumstag

Der Internationale Museumstag am 22. Mai stand unter dem Motto “Museen in der Kulturlandschaft“. Auch das Heimat- und Hugenottenmuseum, das dazu eine Vielfalt an Themen und Exponaten bietet, hatte an diesem Tag geöffnet.

Die Badischen Neuesten Nachrichten (BNN) berichteten in ihrer Hardt-Ausgabe am 23. Mai darüber. Hier geht’s zum Artikel in der BNN.

Heimat- und Hugenottenmuseum Friedrichstal: Bericht internationaler Museumstag

Bericht vom Internationalen Museumstag (BNN)

 

 

Internationaler Museumstag

Museen in der Kulturlandschaft

Der Internationale Museumstag wurde 1977 ins Leben gerufen und wird seit 1992 von einem jährlich wechselnden Motto begleitet. In diesem Jahr lautet es: „Museen in der Kulturlandschaft“.

Museen sind Knotenpunkte in einem weit verzweigten Kulturnetz, das unsere Städte und Regionen prägt. Ihre Sammlungen und Ausstellungen zeugen von den kulturellen Entwicklungen, die unsere Kulturlandschaft formen. Historische und zeitgenössische Ausstellungsstücke stehen am Internationalen Museumstag im Mittelpunkt.

Das Heimat- und Hugenottenmuseum bietet dazu eine Vielfalt an Themen und Exponaten. Die Geschichte der Hugenotten in Europa und die Gründung Friedrichstals durch diese Glaubensflüchtlinge aus Frankreich wird in zwei Sälen ausführlich dargestellt.

Ein Schwerpunkt der Ortsgeschichte ist die Einführung des Tabakanbaus in der Region, der im Saal des Handwerks einen wichtigen Platz einnimmt.

Auch zahlreiche Kleidungsstücke aus verschiedenen Epochen verdeutlichen die Entwicklung der Mode, die auch einen Teil der Alltagskultur darstellt.

Kultur bedeutet natürlich auch Erziehung und Unterricht. Im neugestalteten historischen Klassenzimmer können Einrichtung, Schulmaterialien und feinste Handarbeiten besichtigt werden.

Das Museum ist am Sonntag, 22. Mai von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Das neue Ortssippenbuch von Siegbert Funk kann dort auch erworben werden.

Bericht zur Jahres-Hauptversammlung 2016

Jahreshauptversammlung des Museumsvereins 2016

Bisherige Vorstandschaft im Amt bestätigt

Der 1. Vorstand Erich Borell konnte eine positive Bilanz der Aktivitäten des Heimatvereins ziehen. Das Museum war im vergangenen Jahr zusätzlich zu den normalen Öffnungszeiten auch am Internationalen Museumstag und am Tag des offenen Denkmals geöffnet.

Die Führungen mit Schulklassen, Interessensgruppen und Einzelpersonen wurden im Besucherbuch sehr freundlich gewürdigt. Auf Grund der neu erstellten Liste zu dringenden Reparaturen fand eine Begehung des Museums mit OV Kurt Gorenflo statt. Einige Arbeiten wurden von der Stadt bereits ausgeführt

In ihrem Bericht wies die Schriftführerin Ursula Heckmann darauf hin, dass die Dauerausstellung ständig verbessert wird. Dazu war es nötig, eine sorgfältige Grundreinigung in den Räumen und an den freistehenden Exponaten vorzunehmen.

Die Kleidungsstücke im Archiv wurden gesäubert und registriert. In Schul- und Wohnzimmer dekorierte der 2. Vorstand Dieter Hengst die 6 Vitrinen neu: mit Gegenständen aus 3 Jahrhunderten Schulgeschichte und wertvollen alten Handarbeiten.

Ein wesentlicher Punkt zur Präsentation des Museums war die Erstellung der neuen Homepage durch Martin Heckmann mit Texten und Bildern von Ursula Heckmann (www.hugenotten-museum-friedrichstal.de).

In gewohnt detaillierter und übersichtlicher Weise informierte der Kassier Herbert Scheid über die Finanzen.

Bei den Neuwahlen wurden die bisherigen Amtsinhaber bestätigt, für den aus gesundheitlichen Gründen ausscheidenden Robert Jäger konnte Edgar Herlan als Beisitzer gewonnen werden.

  1. Vorsitzender: Erich Borell
  2. Vorsitzender: Dieter Hengst

Schriftführerin: Ursula Heckmann

Kassier: Herbert Scheid

Beisitzer: Luitgard Mitzel, Ewald Ratz, Edgar Herlan, Klaus Hofmann

Kassenprüfer: Inge Partik, Lutz Schönthal

Verein Alt-Friedrichsthal

Historische Gegenstände zu sammeln und die Ortsgeschichte zu dokumentieren war schon ab ca. 1960 das Bestreben von Gustav Gorenflo und Dieter Hengst. Mit weiteren Gleichgesinnten bildeten sie die Gruppe Alt-Friedrichsthal, um so die Voraussetzung für ein Heimatmuseum zu schaffen.

Die Vereinsgeschichte

Im Rahmen der 275- Jahrfeier der Gemeinde Friedrichstal 1974 berichtete Gustav Gorenflo über die Aktivitäten und Ziele dieser Gruppe. Dazu fand im Vereinsheim der Kleintierzüchter eine Ausstellung mit zahlreichen Exponaten statt.

Diese und weitere gesammelte und restaurierte Gegenstände mussten auf dem Anwesen von Gustav Gorenflo und im Nebengebäude des alten Rathauses untergebracht werden.

Auch eine 2. Ausstellung zum Thema Ortsgeschichte 1977 fand großen Anklang, so dass der Ortschaftsrat 1981 beschloss, dem nun neugegründeten Verein den östliche Teil des alten Schulhauses zur Verfügung zu stellen.

Verein Alt-Friedrichsthal: Ausstellung 1977
2. Ausstellung zum Thema Ortsgeschichte 1977

Der Gemeinderat der Stadt Stutensee gewährte dazu die notwendigen Finanzmittel. Es galt nun, die Räume zu renovieren und Exponate, Bilder, Texte, Stellwände und Vitrinen-teilweise in Eigenbau- aufzustellen.

Zu den Themen Ortsgeschichte, Hugenotten, Tabak, Handwerk und Wohnen wurde auch ein „Saal der Picardie“ eingerichtet. Gustav Gorenflo gelang es, im Zuge seiner Ahnenforschung die Heiratsurkunde seines Vorfahren, Jacques de Gorenflo (Amiens 1671), des 1. Bürgermeisters der neugegründeten Gemeinde Friedrichstal, aufzufinden.

Durch diese Reisen in der Picardie entwickelte sich eine Partnerschaft mit dem Ort Saint Riquier (siehe “saintensee“)

Verein Alt-Friedrichsthal: Historischer Webstuhl
Historischer Webstuhl im Saal der Picardie

Die festliche Eröffnung des in mühevoller Eigenarbeit eingerichteten Museums fand am 2. September 1984 statt. Auch eine Delegation aus der Partnergemeinde war zu diesem Anlass anwesend.

Die am 7. 9. 1984 beschlossene Satzung wurde am 13. 12. ins Vereinsregister eingetragen- Erster Vorsitzender wurde Gustav Gorenflo, Zweiter Vorsitzender Dieter Hengst.

Die Einrichtung eines historischen Klassenzimmers half, die Kooperation mit der Schule zu vertiefen und bei zahlreichen Führungen mit Kindern, das Interesse an Geschichte zu wecken.

Nach der 300- Jahrfeier Friedrichstals konnten in einem weiteren Saal Modelle des Festumzugs und Sonderthemen dargestellt werden.

Dieter Hengst, der schon 1987 in einem Bildband –„Die alten Straßen noch“- wichtige Fotos, Bilder und Dokumente der Ortsgeschichte veröffentlicht hatte, erweiterte diesen 2000 in einer Neuauflage mit zahlreichen Fotos des Festumzugs.

Die Gestalter des Museums

Die Aktiven des Vereins arbeiten ständig an der Verbesserung der Dauerausstellung, gestalten Sonderausstellungen, organisieren Vorträge und präsentieren das Museum in den Medien. Der Verein nimmt gerne noch weitere aktive und passive Mitglieder auf (siehe Eintrittsformular).

Der Vorstand besteht aktuell aus folgenden Mitgliedern:

  • Erster Vorstand: Erich Borell
  • Zweiter Vorstand: Dieter Hengst

Schriftführerin: Ursula Heckmann

Kassier: Erich Borell

Beisitzer: Ewald Ratz, Dr. Luitgard Mitzel-Landbeck, Edgar Herlan, Hans Böhm

Verein Alt-Friedrichsthal: Erich Borell
Erich Borell (1. Vorstand)
Verein Alt-Friedrichsthal: Dieter Hengst
Dieter Hengst (2. Vorstand)
Ursula Heckmann (Schriftführerin)
Verein Alt-Friedrichsthal: Ewald Ratz
Ewald Ratz (Beisitzer)

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Das Heimatmuseum Friedrichstal - Altes Klassenzimmer der Friedrichstaler Schule

Geschichte der Friedrichstaler Schule

Die Gründer der Gemeinde bemühten sich von Anfang an um eine ausreichende Unterrichtung der Kinder an der Friedrichstaler Schule. Die Vorbildung der Lehrer war- wie zu diesen Zeiten üblich- sehr unterschiedlich, daher wurden vor der Einstellung Prüfungen abgehalten.

Die Geschichte der Friedrichstaler Schule

Es wurde großen Wert darauf gelegt, dass der Kandidat für das Lehramt eine Schriftprobe in deutscher und französischer Sprache ablegen konnte, da der Unterricht in den ersten Jahrzehnten in der französisch- reformierten Schule in beiden Sprachen erteilt wurde.

Ab 1720 gab es Zuzüge von Bürgern mit lutherischem Glaubensbekenntnis, so dass in den Folgejahren nun auch eine kleine, lutherisch geprägte Schule entstand. Beide Schulen wurden 1810 vereinigt.

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Alte Schule bis 1899

Die Unterrichts- und Umgangssprache war ab Mitte des 18. Jahrhunderts vorwiegend Deutsch, daher konnten sich um 1850 nur noch wenige ältere Leute teilweise in französischer Sprache verständigen.

Den Unterricht hielten die Schulmeister zuerst in ihren Wohnhäusern. Später errichtete man eigene Schulhäuser. Das 1873 erbaute alte Schulhaus– heute das Heimat- und Hugenottenmuseum konnte 1981 durch ein modernes Gebäude ersetzt werden.

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Historische Schulbücher

Die Friedrich- Magnus-Schule war bis 2010 eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule mit ca. 300 Schülern und 23 Lehrern- heute beherbergt sie noch die Grundschule.